Sonntag, 31. Juli 2011

E L A N I G S

ich bin ja eine sehr engagierte person und da kenn ich au nüüt so hab ich mich voller elan einmal ans filzen gemacht. aso das kann ja kei sach sein ha ich mir so dänggt mich weitergebildet und dann so eines tages hab ich meine matte ausgebreitet, das plastikdings mit den luftlöchern und ha angefangen.
meine sehr interessierte familie ist dann so um mich umen ghogget und hat angefangen die luftbläsi der plastikmatte z verplatzen während ich mich voll meditativ dem thema filzen gewidmet habe. das ist ja etwas sehr ausgeglichenes und ruhiges und ich bin je länger je agressiver geworden. diese häärli von der wolle haben so dermassen an meinen händen geklebt das dass züpfeln und auslegen von der filzwolle zu einem kampf geworden ist untermalt von dem rhytmischen poing von den platzenden bläschen der luftpolsterfolie. ich habe es nicht geschafft eine grundmatte auszulegen um mit dem eigentlichen prozess des filzens beginnen zu können und so habe ich das abenteuer filzen beendet bevor es überhaupt angefangen hat. das nadelfilzen hat dann unter fachfrauischer anleitung sehr gut geklappt und das agressive stüpfeln mit der spitzen nadel ha ich gmerkt entspricht au eher meinem naturell. die fachfrau meinte dann zum nassfilzen müsse ich immer gut die hände abtrocknen. aha. ausprobiert hab ich s nie. und etz muss ich spinnen. wieso ich spinnen muss das weiss ich etz nicht genau genau so wenig wie ich weiss warum ich filzen wollte. das ist eifach öppis das muss man mal probiert haben. so wie ich mal eine quetschmühle gebraucht habe zum selber das korn quetschen für das birchermüäsli. aber das ist schon länger her. das war in den neunzigern. da musste man auch einen entsafter haben und das kind mit stoffwindeln wickeln - ich war aso gar nicht unglücklich als die homöopathin gesagt hat das damals dreiwochen alte kind sei allergisch auf stoffwindeln und ich müsse sofort auf wegwerfwindeln umsteigen - oder in den achzigern da musste man einen hermann haben. gibts den eigentlich noch? das war etz aber wirklich der fürchterlichste kuchen den ich je gegessen habe. woche für woche. im begleitbrief stand bestimmt es würde unglück bringen wenn man den hermann einfach vertrocknen liesse.

Kommentare:

  1. Du wirst doch nicht etwa damals den Hermann vertrocknen lassen haben, weswegen du jetzt Pech mit der Filzerei hast???
    Ich für meinen Teil bin ja auch durch mit dem Filzen. Nachdem ich eine Phase hatte, ich der ich alles gefilzt habe, was ich im Leben so brauchte (und gleichzeitig ein tolles Anti-Aggressions-Training absolvierte), musste ich nach 1-jähriger-Filz-Abstinenz feststellen, dass ich es verlernt habe. Da ich nicht aggressiv bin, ist das auch vollkommen ok für mich.

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  2. ihr seid die besten, ganz ehrlich!!! ich bin so froh, habe ich diesen blog entdeckt...you made my day -lach-

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  3. Meine Mutter hat damals zum Hermann gesagt: "So ä Dreckding brauchsch mer garnet heimbringe."

    Beim Filzen (Versuche 1a) und b) ) ist mir a) die Nadel abgebrochen bzw. b) im Finger gesteckt. Filzen wird überbewertet.

    liebe Grüße, die Frau Schwarzwald

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  4. grüezi liebe e. ha dich aso schu vermisst schüü vu dir z lesä (und was mussten wir wieder lachen ob deinem kommentar der herr gugus und ich wir sind fäns von deinen kurzgeschichten )
    liebe nicki gleichfalls. schön dich zu kennen.
    und frau n. sie wissen ja eh dass sie meine blogliebe sind.
    und alli andere kommentärler wo i der feri sind oder problem mit em blogger händ s wär nur halb so witzig ohne euch. s wär wie telefonieren und der ander het schon lang abghängt und mä schwafflet eifach wiiter.

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  5. und ich weiss jetzt au warum ich kei süsses mehr gern hab. bleib ich lieber bei meinen chips sonst kommt noch wer mit nem hermann. (solltest du jedoch nach dem filzen das backen wieder aufnehmen, melden sich da so fast vergessene zuckergelüste wie linzertorte und quarkdings). mmh..

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  6. und die tortenplatte hast du ja schon:-)

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